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KiKo Kinderhilfe für Kolumbien e.V.

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Ein Reisebericht von Doris Bartesch



San Agustín
San Agustín
Kolumbien:
Bevor ich überhaupt meine Reise angetreten habe, musste ich viele Diskussionen über mich ergehen lassen, wie gefährlich doch Kolumbien ist. Meine Familie und auch mein Freund waren nicht sehr begeistert davon. Doch mittlerweile sagen sie alle, dass sie es ganz toll finden, denn allein die Bilder, die ich ihnen per Internet zuschicke, sprechen für sich. Ich möchte natürlich nicht verleugnen, dass es mit Sicherheit diese Probleme, die ich mir anhören durfte (Vergewaltigung, Diebstahl, Entführung, Drogen,....), hier in Kolumbien gibt. Doch man rennt ja nicht in das nächste düstere Viertel und protzt rum, dass man aus Deutschland kommt. Daher kann ich von mir behaupten, dass diese ganzen Geschichten den Ruf des Landes sehr schädigen, denn Kolumbien hat mit Sicherheit auch sehr, sehr viele schöne Seiten. Doch leider findet man nirgends diese schönen Seiten zum lesen, wie zum Beispiel, dass die Mehrheit der Leute hier einen so herzlich aufnimmt, obwohl sie einen nicht kennen. Die ganzen schönen Sachen, die man hier anschauen kann oder machen kann.
Natürlich kann man Kolumbien nie mit Deutschland vergleichen und man sollte es auch nicht. Denn kein Land wird wie das andere sein.

Cartagena Zentrum
Cartagena Zentrum
Reisen:
Bisher führten mich meine Wege an die karibische Küste, Pasto und Ecuador. Ich möchte im Einzelnen darauf eingehen.
Karibische Küste: Diese Reise hätte ich mir sparen können, da ich sie nicht richtig genießen konnte. Doch trotzdem will ich berichten. Eins muss man wissen, wenn man an die karibische Küste reist: es ist sehr, sehr heiß!!!! Kein Vergleich zu Cali und schon gar nicht zu Popayan. Selbst wenn es geregnet hat, ist es noch heiß. Ich war 3 Tage in Cartagena und zwei Tage in Santa Marta.
Cartagena hat mir sehr gut gefallen, aufgrund der farbenfrohen Altstadt und dem ganzen Flair drum herum. Ich war in zwei Hotels „Casa Viena“/ „Holiday“. Mir hat das Hotel Holiday besser gefallen. Man hat dort zwar nicht sein eigenes Bett doch kann man abends gemütlich im Innenhof sitzen und trifft mit Sicherheit lauter Bagpacker (übrigens auch im Casa Viena). Es gibt mehrere Strandpromenaden in Cartagena. Ich war am Bocagrande. Der Strand an sich war schön, das Wetter heiß, und das Meer sehr angenehm. Doch was einem auf die Nerven gehen kann ist, dass alle 5 Minuten oder öfters jemand kommt und einem etwas andrehen will. Ich würde mich das nächste mal sehr viel mehr erkunden, wo den noch schönere Strände sind.
In Santa Marta habe ich von der Stadt an sich nichts angeschaut. Muss aber schon ein paar schöne Sachen geben. Ich würde niemandem das Hotel Miramar. Das Zimmer war schrecklich!!!! Ich habe auch nicht nur ein Tierchen dort krabbeln sehen. Doch das hat der Nationalpark Tayrona wieder gut gemacht. Leider hat es an dem Tag geregnet, doch es ist auf jeden Fall eine Reise wert. Ich war zwar nich am Strand Cabo, doch dieser soll der Beste sein. Was ich jedem empfehle. Mit dem Pferd ist es sicher einfacher an den Strand zu kommen, denn es ist sehr, sehr steil bis hoch. Runter kann man dann je nach Wetter laufen oder wieder mit dem Pferd. Die Natur ist der Wahnsinn.
Pasto hat mir persönlich nicht besonders gut gefallen. Dies liegt nicht an den milderen Temperaturen, sondern an der Stadt an sich. Von historischen Gebäuden ist nicht viel zu sehen und es gab auch kein Café was mich zum verweilen eingeladen hätte. Dafür war die Finka von Carmen Alicia sehr schön. Man kann dort so richtig sehen, wie Kaffeepflanzen und anderes wächst. Ist das Wetter dann auch noch schön kann man den Pool benutzen. Es empfiehlt sich einen Antimoskitostik bei sich zu tragen....
Ecuador (Otavalo): Hier war ich zwar nur einen Tag und die Busfahrt von Popayan bis Otavalo kam mir ewig vor, doch es ist eine sehr schöne Stadt. Auch das Hotel war sehr gut und günstig. Leider weiss ich nicht mehr wie es hieß. Hier kann man auf dem Markt sehr schöne Dinge kaufen. Wenn ich mehr Geld hätte, dann hätte ich noch mehr gekauft.

Kirche Popayán
Kirche Popayán
Die Fundación Florecer:
Für mich eine ganz neue Erfahrung, da ich noch ne mit Kindern gearbeitet habe. Natürlich habe ich vorher Bilder der Einrichtung gesehen, doch sie mit eigenen Augen zu sehen ist ganz anders. Die Klassenzimmer sind sehr klein, Hygienevorschriften wie in Deutschland gibt es auch keine, die Mittel, welche zur Verfügung stehen sind sehr gering, doch es funktioniert. Nicht alles perfekt, doch es funktioniert. Die Kinder, sind wie andere Kinder auch und wer schon einmal mit Menschen mit Behinderungen gearbeitet hat, weiß auch, dass die meisten sehr offen und hilfsbereit sind. Die Arbeit macht mir persönlich bei den Größeren mehr Spaß, dies muss aber jeder für sich entscheiden. Das Essen dort schmeckt mir ganz gut, es sei denn es ist zu viel Cilantro im Essen oder es gibt Leber. Abends sollte man sich nicht mehr im hinteren Teil (Küche, Toilette) aufhalten, wenn man Kakerlaken nicht mag. Denn von diesen gibt es abends sehr, sehr viele und teilweise auch große zu sehen. Tagsüber würde man nicht vermuten, dass es überhaupt welche gibt. Die Lehrerinnen und auch sonst alle Angestellten sind immer sehr nett und helfen bei Fragen.


Fazit:
Alles in allem hat Renate Recht wenn sie schreibt: „Ihr werdet alles erwartet haben, das aber nicht.“
Und dies gilt mit Sicherheit für vorher positive Erwartungen, als auch für negative. Man sollte jedoch nicht so viel erwarten, sondern einfach vieles auch auf sich zukommen lassen.


Spendenkonto: KiKo Kinderhilfe für Kolumbien e.V.
Konto-Nr.: 862 100, Volksbank Meßkirch eG Raiffeisenbank (BLZ 693 620 32)
IBAN: DE69 6936 2032 0000 8621 00
SWIFT BIC: GENODE61MES